Schlagwort: »Selbstreferenz«
Nachsendeauftrag
„Natürlich stellt der Weg eines auf Dauer angelegten, offenen, thematisch nicht begrenzten (nur sich selbst begrenzenden) Kommunikationssystems bestimmte strukturelle Anforderungen an die Partner.“ – Niklas Luhmann
In eigener Sache.
Ich habe beschlossen, einige meiner zuvor verstreuten Blog-Projekte in einer gemeinsamen Datenbank und unter einer gemeinsamen URL zusammenzuführen. Dieses Vorhaben schließt auch mein erstes und somit ältestes Weblog, seltsame-schleifen.com, ein.
“Vorwärts über die Rückkopplungsschleife!”
An dieser Stelle ein außerplanmäßiger Hinweis auf eine äußerst vielversprechend klingende Ankündigung für ein Dossier des Deutschlandfunks: Am 07.11. um 19:15 Uhr wird dort die Sendung mit dem Titel “Vorwärts über die Rückkopplungsschleife. Der stille Siegeszug der Kybernetik” ausgestrahlt; aus dem Programmheft:
Ausblick
Mit dem Zwischenfazit ist nach einem Monat die Ouvertüre zu diesem Blog beendet. Der Problemkreis um Selbstreferenz, Paradoxien und strukturelle Defizite Ist (mit Blick auf das Erziehungssystem) angedeutet. In naher Zukunft werden die Beiträge in eine andere Richtung gehen; natürlich ohne das bisher Gesagte außer Acht zu lassen, im Gegenteil: Paradoxien und seltsame Schleifen werden uns als Grundlage immer begleiten. Nur wird der Blick sich in der nächsten Zeit auf eher praktische Fragen zur Verflüssigung der Paradoxien richten, die zahlreichen Anschluss-möglichkeiten im Résumé lassen erahnen, worüber zu sprechen sein wird.
Ein Monat “strange loops” – ein erstes Résumé
Heute vor vier Wochen wurde mit “Auf ein Wort: U4-208” der Initialbeitrag zu diesem Blog veröffentlicht. Grund genug, mal zwei Schritte zurück zu treten und die laufenden Beobachtungen zu beobachten. Auch inhaltlich erscheint die Gelegenheit günstig: Der letzte Beitrag endete mit der Möglichkeit zur Atempause. Allerdings schließt sogleich eine ganze Liste von Anschlussmöglichkeiten zum weiteren Lesen und Nachdenken an. Wieso?
Auf ein Wort: re-entry
Ein neuer Beitrag zur Kategorie “Auf ein Wort…” – heute: re-entry.
x² + 1 = 0 |-1
x² = -1 |:x
x = -1/x
An dieser Stelle wird die Selbstreferenz offensichtlich: x kann nur mit Rückgriff auf x bestimmt werden. Durch Einsetzen von x = 1 erhalten wir folgende Gleichung:
Rückbezüglichkeit & Schleifen: Ein erstes Fazit
Mit diesem Beitrag soll der Problemaufriss zunächst beendet werden. Dazu also ebenso kurzes wie vorsichtiges Fazit der bislang laufenden Beobachtungen, bevor in den Folgeartikeln dann ein erster abtastender Brückenschlag zu Erziehung und Pädagogik gewagt werden soll.
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Fröhliches oszillieren
In einem Gespräch mit einem sehr liebenswürdigen Kommilitonen erinnerte mich dieser an unsere Lektüre des Foucaultschen Pendels von Umberto Eco; dieser Roman bildete die Grundlage für mein erstes Referat an der Uni. In einer bemerkenswerten Szene begegnen sich zwei Hauptakteure des Buches, Casaubon und Belbo.(1) Letzterer arbeitet als Lektor für einen Mailänder Verlag, zu dessen Klientel “Weise und Irre” gehören. Zur Identifikation der Irren konstruierte Belbo eine eigene Typologie, anhand derer vier Grundtypen unterschieden werden können: Die Idioten, die Dämlichen, die Dummen und die Irren. Jeder Mensch gehöre zu mindestens einer dieser Kategorien und “normal” sei, bei wem sich das Mischungsverhältnis einigermaßen gleichmäßig auf die vier Komponenten verteile. Den Idioten erkenne man sofort, weshalb Belbo ihn für die weitere Erörterung außer Acht lässt.
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- Eco, Umberto: Das Foucaultsche Pendel, München u.a. 1989, S. 76ff. [↩]
Strange loops bei Griechen und Gödel.
Bevor ich in einem Beitrag explizit die Paradoxien des Erziehungssystems zur Sprache bringen kann, muss etwas Grundlagenarbeit geleistet werden.
Strukturelle Defizite werden für gewöhnlich als paradoxe Systeme beschrieben. Werfen wir einen Blick auf die Ur-Paradoxie des Epimenides, jenen Kreter, der der Legende nach den Satz
Auf ein Wort: Selbstreferenz
Der erste Beitrag der neuen Rubrik “Auf ein Wort…” – heute: Selbstreferenz
Selbstreferenz theoretisch: Stanford Encyclopedia of Philosophy.
Selbstreferenz praktisch: Selbstreferenz.


