Schlagwort: »Autopoiesis«
“Ohne zu schreiben, kann man nicht denken…”
“… jedenfalls nicht in anspruchsvoller, anschlussfähiger Weise”, schreibt Luhmann.(1)
Ein etwas anderer Zwischenstand: Die vorliegende Grafik visualisiert die Korrelationen der Schlagworte, welche den Beiträgen dieses Blogs bisher zugeordnet worden sind.(2) Das Zusammenfallen zweier Tags in einem Artikel wird durch wechselseitige Verbindungen repräsentiert; das Resultat ist eine erste Landkarte der bisherigen Beobachtungen.
Einheit einer Differenz 1
Es ließe sich wesentlich mehr zu symbolisch generalisierten Kommunikationsmedien sagen.(1) Zunächst soll es ausreichen, folgende Punkte festzuhalten:
- Am Beispiel des Codes wird Luhmanns Faszination für die Mathematik George Spencer-Browns besonders deutlich: Die Einheit eines Codes wird durch seine Form gebildet, also Differenz.
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- Luhmanns Theoriewerk läd dazu ein, sich zu verlieren. [↩]
Ein Monat “strange loops” – ein erstes Résumé
Heute vor vier Wochen wurde mit “Auf ein Wort: U4-208” der Initialbeitrag zu diesem Blog veröffentlicht. Grund genug, mal zwei Schritte zurück zu treten und die laufenden Beobachtungen zu beobachten. Auch inhaltlich erscheint die Gelegenheit günstig: Der letzte Beitrag endete mit der Möglichkeit zur Atempause. Allerdings schließt sogleich eine ganze Liste von Anschlussmöglichkeiten zum weiteren Lesen und Nachdenken an. Wieso?
Pädagogik als “strange loop”
Betrachten wir (ein vorerst letztes Mal) die Paradoxie des Epimenides:
“Diese Aussage ist falsch.”
Mit Heinz von Foerster möchte ich den Satz als eine prinzipiell unentscheidbare Frage charakterisieren. Das bedeutet, dass der Beobachter unmöglich entscheiden kann, ob die Aussage wahr oder falsch ist. Die Bedingungen der Aussage sind zugleich die Bedingungen ihrer Negation, der Beobachter beginnt (wie bereits hier beschrieben) zwischen den beiden Polen zu oszillieren und die Fortsetzung der Beobachtung wird unmöglich.(1)
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- Vgl. CORSI, Giancarlo: Paradoxie, in: BARALDI, Claudio, CORSI, Giancarlo, ESPOSITO, Elena: GLU. Glossar zu Niklas Luhmanns Theorie sozialer Systeme, Frankfurt/Main 1997, S. 132. [↩]
Rückbezüglichkeit & Schleifen: Ein erstes Fazit
Mit diesem Beitrag soll der Problemaufriss zunächst beendet werden. Dazu also ebenso kurzes wie vorsichtiges Fazit der bislang laufenden Beobachtungen, bevor in den Folgeartikeln dann ein erster abtastender Brückenschlag zu Erziehung und Pädagogik gewagt werden soll.
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Strange loops bei Griechen und Gödel.
Bevor ich in einem Beitrag explizit die Paradoxien des Erziehungssystems zur Sprache bringen kann, muss etwas Grundlagenarbeit geleistet werden.
Strukturelle Defizite werden für gewöhnlich als paradoxe Systeme beschrieben. Werfen wir einen Blick auf die Ur-Paradoxie des Epimenides, jenen Kreter, der der Legende nach den Satz

