Archiv für November, 2008
Medien im Erziehungssystem, erster Akt
Die nun folgenden Beiträge verdichten die Frage nach den Medien des Erziehungssystems. Zunächst mit Blick auf Ausführungen Jochen Kades, anschließend unter Berufung auf Dirk Baecker. Dabei wird die Frage möglichst allgemein gehalten, wir sprechen also noch nicht von symbolisch generalisierten Kommunikationsmedien des Erziehungssystems.
Steuerungsphantasien und Denkwerkzeuge
Zwei kurze Ausschnitte aus einem längeren Interview mit Fritz Simon, in denen die Auswirkungen von Vernetzung durch Software auf Organisationen thematisiert werden.
Aus dem Interview: “[Es gibt noch] Herrschaftsphantasien, die natürlich eh nicht funktionieren, aber sie sind immer noch da: Und hier die Hunde von der Leine zu lassen, um dabei zu bleiben und den Einzelnen zu überlassen [...] wie sie [...] Informationen miteinander verbinden, welche Assoziationen sie sich schaffen was die Ideen, die Informationen angeht; aber auch was die Personen mit denen sie zu tun haben angeht, was die Vernetzungsmöglichkeiten angeht. Die widersprechen halt der Organisationslogik, die doch ein Stück Steuerungsphantasien hat [...]. Aber ich denke das kommt.”
“Ohne zu schreiben, kann man nicht denken…”
“… jedenfalls nicht in anspruchsvoller, anschlussfähiger Weise”, schreibt Luhmann.(1)
Ein etwas anderer Zwischenstand: Die vorliegende Grafik visualisiert die Korrelationen der Schlagworte, welche den Beiträgen dieses Blogs bisher zugeordnet worden sind.(2) Das Zusammenfallen zweier Tags in einem Artikel wird durch wechselseitige Verbindungen repräsentiert; das Resultat ist eine erste Landkarte der bisherigen Beobachtungen.
Grassroots in die Schule!
Durch die “top down”-Governance des Staates besteht scheinbar kein Bedürfnis an einem symbolisch generalisierten Kommunikationsmedium für das Erziehungssystem: Ein Programm ermöglicht die Entscheidung anhand des Binärcodes besser/schlechter und kann damit das bislang Unbestimmte bestimmen. Wir sprechen vom Lehrplan. Und einem hohen Steuerungsbedürfnis.
„Die coole Hornbrille aus Bielefeld“
Zum zehnten Todestag Niklas Luhmanns möchte ich einen Hinweis auf eine Ausstellung geben, die heute in der Universitätsbibliothek Bielefeld eröffnet wird; der Titel: “Niklas Luhmann – Künstlerisch“.
Aus einer Ankündigung bei kulturkurier.de:
“Vorwärts über die Rückkopplungsschleife!”
An dieser Stelle ein außerplanmäßiger Hinweis auf eine äußerst vielversprechend klingende Ankündigung für ein Dossier des Deutschlandfunks: Am 07.11. um 19:15 Uhr wird dort die Sendung mit dem Titel “Vorwärts über die Rückkopplungsschleife. Der stille Siegeszug der Kybernetik” ausgestrahlt; aus dem Programmheft:



